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Ostern und die Tage darum herum

Ostern

 

Es ist nicht so, dass ich zu beschäftigt wäre, ich mag einfach irgendwie nicht schreiben im Moment, tut mir leid.
Ostern ist hier wie Weihnachten, es wird in der Kirche gefeiert, ist wieder Zeit, wo man Familie und Freunde besucht. Nichts mit Schoggi- und richtigen Eiern.
Ich war überglücklich über das lange freie Wochenende, und so alle anderen in der Schule. Die Lehrerinnen sind schon alle auf Ferien eingestellt und mögen nichts machen, alle sind am Rummotzen und drohen, zu kündigen, aber es ist alles nur leeres Gerede. Ich bin dort und warte darauf, dass ich wieder gehen kann und hoffe, dass nach den ersehnten vierwöchigen Ferien, die am 3. April beginnen, alles besser wird.
Am Samstag war ich auf dem Maasai Market und hatte eine menge Spass. Ich gehe wenn möglich jeden Samstag hin, beginne, die Leute zu kennen und werde von einem Verkäufer schon freundlich mit: „not you again!“ begrüsst, weil ich zu Preisen kaufe, die ihm die Tränen in die Augen treiben. Die Leute dort sind ganz schön schräg. Es gibt diese Typen, die hängen sich an die Kunden (natürlich nur die weissen Kunden) sobald man den Markt betritt und übernehmen das Handeln, so dass man gar nicht erst mit den Verkäufern selbst sprechen kann.  Man kann mit ihnen reden, ihnen erzählen, dass man schon 6 Monate im Land ist und dann für den Preis eines simplen Kettchens fragen. „Okay my friend, because you will open my business today, I give you a special prise. The first customer means luck, you know! (Ich bin immer die erste Kundin, auch um 5 Uhr abends). Dann zücken sie ein Notizpapier und nummerieren 1 und 2. Unter eins schreiben sie 500 Ksh. Ich lache, auch wenn es wirklich zum Weinen ist. „This is just a piece of wood and some colour, I give you 50 Bob“ „50 Bob??? My dear friend, this is camel bone!” (sie versuchen, damit die Touristen zu beeindrucken, dabei ist es nichts besonderes, auch wenn es wirklich Kamelknochen wäre. Ich habe das Gerücht gehört, dass in den Samosas, die man in den Strassen kauft, oft Kamelfleisch ist, weil es billig ist, also kann der Knochen nicht teuer sein). Ich stehe auf, wende mich an die Verkäuferin. „50 Bob?“ „Sawa, lete pesa“ (in Ordnung, gib mir das Geld). Der Typ war mir eh auf die Nerven gegangen, ich sagte ihm, dass er seine Taktik ändern müsse und es wirklich dumm und beschämend sei, mit solchen Preisen aufzurücken, wenn die Leute ihm schon sagen, dass sie nicht das erste Mal auf dem Markt sind. Er schlich ab und ich hatte für den Rest meines Rundgangs Ruhe.

 

Mrs. Chege hatte am Ostersonntag eine Party, worüber sie mich am Samstag Abend informierte: „You should better be in the house and meet the family“. Das hörte sich wie eine Drohung an und ich beschloss sofort, mich am Sonntag in Luft aufzulösen. Die Grosskinder hatte ich schon getroffen, sie waren mal an einem Abend kurz auf Besuch, stolzierten mit hoch erhobener Nase an mir vorbei.
„So you will be here?“ fragte sie nach (ja, sie sprach direkt zu mir und nicht wie sonst irgendwie indirekt, wie vor ein paar Tagen, als sie mir sagen wollte, dass ich die Stromschiene ausschalten soll, wenn ich aus dem Haus gehe: „I already told Grace; it should be switched off&ldquo
„I’m going to church“
„Ah, nowadays you go to church“, merkte Patrick, der auch im Haus war und ein lebendiges Schaf von Mrs. Cheges Farm mitgebracht hatte, das nun im Hinterhof vor sich hin blökte, begeistert auf.
„Yes, she does, but the Catholics church doesn’t take long, she will be back soon“ (ich glaube, ich habe erwähnt, dass ich ihr gesagt habe, ich sei katholisch, damit sie mich nicht jeden Sonntag in ihre Kirche schleppt. Keine Ahnung, warum sie immer ein Gesicht macht, als würde sie über etwas Widerwärtiges sprechen, wenn es darum geht, dass ich in die katholische Kirche gehe. 
Ich schlich dann am Sonntag früh aus dem Haus. Meine Schuhe waren im Hinterhof, ich holte sie und Patrick forderte mich auf, ihm zu helfen, das Schaf auszunehmen. Es war bereits tot, der Metzger hatte kurzen Prozess gemacht mit dem armen Tier. Ich lehnte dankend ab und machte mich aus dem Staub.
Den Tag verbrachte ich mit dem ICYE Volk, um 20.00 Uhr war ich zu Hause. Mrs. Chege öffnete mir das Tor, wo ich gewesen sei, sie habe viele Gäste, ich solle kommen und helfen. Helfen was? Ich musste mich sofort setzen, Chege stellte mich als ihre adoptierte Tochter vor und forderte mich auf, meinen Namen und woher ich komme zu sagen. Jetzt weiss es auch sie endlich, dass ich Flurina heisse und aus der Schweiz bin.
Da waren ihre zwei erwachsenen Töchter, ein paar Nichten und ein Neffe, zwei Grosskinder in meinem Alter. Ich musste vom Matatuüberfall erzählen und auch, wie ich im Spital war. Mrs. Chege ist sooo beleidigt, dass ich damals die Nummer von ihrer Tochter nicht angenommen hatte, die auch im Spital arbeitet. Ich habe noch nie jemanden so ein Gesicht machen sehen!
„I wanted to give her the number of my daughter, but she just wanted to go to the reception and ask, thats why she waited for such a long time. She doesn’t want help” blabla.
Das Gespräch wandte sich dann bald einmal anderen Dingen zu und es wurde langweilig. Stellt euch vor, ich hätte den ganzen Tag dort sitzen müssen!

 

Grace fragte mich, ob ich ihr ein Schreibheft bringen könne, damit sie mit schreiben lernen weiterfahren kann. Nicht einmal das kauft ihr die Alte! Das billigste Heft kostet nicht einmal 20 Rappen!
Die Freundschaft zwischen Chege und Grace ist aus, wenn ich bis 21.30 Uhr mit Grace in der Küche stehe und Samosa mache, die dann die Alte in ihrem Shop verkauft und sich eine goldene Nase verdient, ohne Grace auch nur einen Schilling abzugeben, dann erzählt mir Grace, wie die Alte dauernd jammert, dass sie kein Geld hätte für Milch und Brot und alles. Und dass das Leben ein Elend sei und die Geldnot und AAAAAAAAAAAAAAAAAAAh! Es ist so unfair!! Und Grace arbeitet so hart, so viele Mandazi und Samosa, jeden Tag, backen bis in die Nacht. Für lausige 40 Franken im Monat, die sie vielleicht nicht mal bezahlt kriegt. Und sie hat niemanden, zu dem sie weglaufen könnte… Arme Grace. Und so gut ist sie, so lieb zu mir. Wenn sie mich in die Küche winkt und mir ein Glas Milch gibt, und wenn ich dann sage, dass Mrs. Chege das nicht erlaube, dann sagt sie etwas von dass sie ein Recht habe, Milch zu nehmen für dieses wenige Geld, dass sie für all die Arbeit verdiene und dass die Alte genug habe. Und: „You al my fliend! My best fliend“.

 

Den Ostermontag verbrachte ich im Haus. Ich hatte viel zu tun, einen Berg schmutzige Kleider, Rucksäcke waschen (all die ausgeliehenen, selbst habe ich keinen mehr), Schuhe.
Zum Mittagessen hatte ich Hausgemachte aufgewärmte Pommes vom Vortag. Ich sass mit Mrs. Chege vor dem TV, es lief ein Film über Jesus, er wurde gerade gekreuzigt.
Mrs. Chege liess mich wissen, dass Jesus am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist. Sie sagte es so eindringlich, als hätte sie Angst, ich wüsste dies nicht. Ach ja, über wissen und nicht: Am Donnerstag sassen die Kinder der Vorschulklassen zusammen und die Lehrerinnen wollten ihnen erklären, was Ostern ist. Die Lehrerinnen waren entsetzt, dass ich nicht regelmässig zur Kirche gehe, doch schlussendlich war es ich, die den Kindern erklärte, warum wir Ostern feiern und was da vor sich ging, weil die Lehrerinnen plötzlich begannen, sich gegenseitig ratlos anzuschauen. Ich war ziemlich wütend auf die heiligen Frauen, die jeden Sonntag  in der Kirche schnarchen und dann daherkommen und mir was sagen wollen über Kirche und Bibel und dabei selbst keine Ahnung haben. Jaja, aber zurück zu Mrs. Chege vor dem Fernseher.
Sie warf einen abschätzigen Blick auf mich und fragte, ob ich schon mal was von „Balanced Diet“ gehört hätte. Sie sprach es so undeutlich aus mit ihrem Kikuyuakzent, dass ich tatsächlich sicher war, noch nie etwas davon gehört zu haben. Als sie dann zu sprechen begann, es sei wichtig, viele Früchte zu essen und Proteine und dass Pommes nicht balanced diet seien, schnallte ich, was sie mir sagen wollte.
„And you don’t even drink milk, do you?“
“I do!”, antwortete ich und bereute es sofort – war das eine Trickfrage?

 

Am Montag Abend kamen zwei Frauen auf Besuch und Mrs. Chege kam nach oben, um mir zu sagen, dass ich die Gäste begrüssen kommen solle. Wieder stellte sie mich als Tochter vor, wieder musste ich die Matatugeschichte erzählen. Jane, eine der Frauen, kannte die Geschichte schon, der Sohn ihres Vermieters war auch in diesem Matatu gewesen und hatte vom Muzungu Girl mit dem Passport erzählt. Jane wollte mich mitnehmen, damit ich ihre Familie treffen könne, sie verspreche auch, mich zurück zu bringen. Ich war einverstanden, Chege konnte nicht viel einwenden.
Jane war mit dem Auto gekommen, auch wenn sie nicht weit weg auch in South C wohnt. Ich traf ihre Nichte, Vicky, die in meinem Alter ist und ihren jüngeren Sohn Frank, er ist 13 und total witzig und aufgeschlossen. Wir holten die beiden nur ab und fuhren dann zu einem Freund der Familie namens Rolex, etwa 40 Minuten entfernt. Frank und ich spielten bei Rolex am PC Speed – mein Gott, wie lange ist das her Marius, Tobias?
Ich hatte eine Menge Spass, diese Leute sind lustig, ich bin total entspannt in ihrer Gesellschaft, kann Witze reissen. „Schade wussten wir letzten Samstag noch nichts von dir, wir gingen ins Kino“.
Ja, schade… (= Sie wollen nun öfters für mich kommen, mich herumzeigen, Spass haben. Hoffe mal, das wird was.
Zurückbringen taten sie mich um halb 10, Mrs. Chege konnte aber nichts sagen, es war ja ihre Freundin, die mich entführt hat *gg

 

Dienstag, zurück in der Schule. Die Stimmung ist schlechter als eh und je, ich zähle die Tage und beschliesse, mindestens einen der 9 Tage vor den Ferien zu schwänzen. Ich muss auf die Botschaft und die Formulare für den neuen Pass abgeben. Bei der Polizei war ich schon, ich brauchte ja angeblich einen Rapport. Die Polizeistation war ein Chaos, alle scheinen ihre Ausweise oder Pässe verloren zu haben, das Kopieren der Rapportformulare ist ein gutes Geschäft, vor allem für die junge Frau, die auf den Knopf drückt und uns die Kopien für 10 anstatt für 5 Rappen verkauft und so Gewinn für die eigene Tasche macht..
Es war nicht so schlimm, nach 2 Stunden hatte ich die unleserliche Unterschrift eines Beamten und einen Stempel.

 

Am Abend brachte mir Mrs. Chege das ersehnte Päckli von daheim, der Nougat-Hase ist ganz!! Auch die Postkarte von Vals und den Brief aus Reisiswil habe ich bekommen, vielen Dank euch allen, ihr habt meinen Tag gerettet!

 

Für das nächste Wochenende, beziehungsweise den Sonntag (30.03.08) hatte ich einen Plan, der perfekt aufging. Ich ging mit Mrs. Chege und Grace in die Kirche, denn ich wusste, dass Jane und ihre Familie in die selbe Kirche gehen. Schon beim Eintreten sichtete ich Frank am Schlagzeug, er sah mich und grinste zu mir herüber, ich grinste zurück, doch irgenwann verging mir das Grinsen, denn die Predigt wollte nicht enden. Unzählige Lesungen von Frauen, die sich entschuldigen, dass sie eine Erkältung haben und darum Probleme mit der Stimme, so dass sie folglich nicht lange reden werden heute, und dann schliesslich doch 45 Minuten herumschweifen und man am Schluss keinen Plan hat, worüber sie uns hatten belehren wollen.
Kaum raus aus der Kirche wurde ich von Frank und Vickie attackiert und auch Jane tauchte auf und beschloss, mich für diesen Sonntag zu stehlen. Yes please!
Rolex war auch da und brachte uns „Kids“ nach Hause. Wir schauten TV, blödelten herum, endeten mit einer Kissenschlacht bis Federn durch den Raum flatterten und die Wohnzimmerlampe bedenklich hin und her zu wippen begann -  und dann kam Jane nach Hause, wies uns nur halbernst zu recht und bugsierte uns zurück ins Auto, denn Frank und Vickie mussten beide in den Salon. Wir fuhren nur um die Ecke, warum auch zu Fuss gehen, wenn man ein Auto und einen Chauffeur (Rolex) hat?
Ich schaute zu, wie Vickies Zöpchen aufgelöst wurden; sie hatte lange rote falsche Haare einflechten lassen, ihr richtiges Haar ist nur ein paar Zentimeter lang. Sie liess es waschen und chemisch behandeln, so dass es fein wird wie unsere Haare. Es war schon 16.00 Uhr, als wir nach Hause zurück kehrte, wo Jane uns zwang, Reis und Fleisch zu essen, denn das Hausmädchen hatte extra gekocht. Vickie motzte, das Essen sei nicht gut, ich hingegen war im Himmel, es war wunderbar! Frank wendete diverse Tricks an, um mir sein Essen auf meinen Teller zu schmuggeln, doch ich rächte mich schliesslich, indem ich ihm in einem unbeobachteten Moment Essig ins Glas kippte. Wir stiessen zusammen an, er sagte: „auf weitere qualvolle Folter“ (ja, wir prügeln uns in einem Fort, aber wir haben eine Menge Spass, haha), nahm einen Schluck – und spuckte. Er gab zu, dass ich diese Runde gewonnen hatte.
Wir schauten dann alle wieder TV, es lief ein Rennen im Fernseher, Frauen, die Kenianerinnen natürlich an der Front, sie sind die besten Läuferinnen.
Danach kamen die Männer und ich entdeckte einen Schweizer darunter, der aber schon in den ersten paar Minuten in die hintersten Reihen abtauchte. Natürlich machten sich alle über mich lustig. Ich rechtfertigte mich, dass die Schweizer dafür Skifahren können und irgendwie kamen sie dann auf Schnee zu sprechen und dass sie auch Schnee haben in Nairobi. Eine Skihalle gäbe es. „Let’s go skiing!“    ??? Okay.. ich hatte nie von einer Skihalle in Kenia gehört, aber sie waren alle überzeugt davon. Ich hatte nur diese kurze Socken dabei, die nur den Fuss bedeckten und fragte, ob wir Socken mitbringen sollen. Neinnein, die könne man auch dort kaufen…
Wir gingen los, die Halle befindet sich an der Mombasa Road, nur etwa 10 Minuten von South C entfernt. Skifahren stellte sich dann als Schlittschuhlaufen und Schnee als Eis heraus, aber was solls. Die Halle ist ein fancy Palast mit fünf Stern Hotel, diversen Restaurants, Kinos, Bars, Discos… Und eben diesem Eisfeld.
Nur Vickie, Frank und ich gingen aufs Eis, Jane und Rolex beobachteten uns von der Bande aus. Der Eintritt kostet 800!!! Bob (für eine Stunde auf dem Eis), das ist etwa 16 Franken, eine Menge Geld… und diese Leute tun das einfach so… „let’s go!“… Und Socken wollte mir Jane auch unbedingt kaufen, doch ich beharrte darauf, dass die Schuhe nicht drücken, was sie auch nicht taten, und zischte ab.
Vickie schlurfte den Banden entlang und schrie, wann immer Frank oder ich ihr zu nahe kamen, Frank und ich genossen es, das Feld für uns zu haben, es waren nur zwei andere Touristen dort, die sich ebenfalls an die Banden klammerten. Wir krashten diese Pinguine, die eigentlich für die Kinder gemeint sind, damit sie sich daran festhalten und Schlittschuhlaufen lernen können, indem wir sie von zwei Seiten des Feldes aufeinander zu schoben und in der Mitte losliessen.
Es tat so gut, zu toben, sich zu bewegen. Frank tut mir gut, auch wenn ein stetiges Zusammenleben mit ihm wohl etwas anstrengend würde.
Weil ich ja einen neuen Pass haben muss, schlug Jane vor, dass ich dann gerade einen Kenianischen kaufen könne, ein Zuhause hätte ich schon, nämlich bei ihnen. Ich erwiderte, dass ich in diesem Falle Frank heiraten und den Pass gratis bekommen würde, doch Frank sagte: „no, you are not my type!“ haha.
Um 20.00 Uhr war unsere Stunde abgelaufen, wir gingen ein Stockwerk tiefer auf Chips&Chicken und Soda – nur ich lehnte eine zweite Flasche Cola ab, schon nach dem Eislaufen total überfordert damit, wie ich mich um Himmels willen für all das bedanken kann.
Mrs. Chege hatte in der Zwischenzeit einmal angerufen gehabt, doch Jane sagte, ich sei mit ihnen und sie würden mich zurück bringen, was sie auch taten; kurz vor 22.00 Uhr war ich im Haus. Chege war offensichtlich beleidigt, denn als ich auf dem Klo war, öffnete sie ihre Zimmertür und stellte eine rolle Klopapier vor meine Tür, ohne auf mich zu warten, um wenigstens gute Nacht zu sagen. Klopapier hatte ich übrigens seit einigen Tagen nicht mehr gehabt!

 

South C ist beinahe unpassierbar, ich warte nur auf den Tag, an dem ich wieder im Dreck lande. Hüpfen und schlittern von Stein zu Stein, Autofahrern nachschimpfen, die vorbeifahren und eine Matschwelle auslösen, die über die Schuhe (und in meinem Fall in die Schuhe schwappt, denn ich habe in beiden Schuhen ein Loch&hellip schwappt, das ist Alltag.
Im Happy House lassen die Lehrerinnen die Kinder den ganzen Tag spielen und widmen sich wichtigeren Dingen als Unterrichten: die neusten Schönheitstipps aus Heftchen studieren und diskutieren. Denn am Donnerstag schliesst die Schule, die Prüfungen sind vorbei – für unsere Klasse bestanden die Prüfungen aus Ausmalen der Nummern 1-5 und ein paar Buchstaben und dazupassenden Bildern (z.B. „a“ und einen Apfel).  

 

Ich lese wann immer möglich am Abend mit Grace, sie macht Fortschritte mit Lesenlernen, auch wenn es die ganze Sache unheimlich verkompliziert, dass sie gar nicht versteht, was sie liest: „a dog can bark“. Aber dank meiner Vorführung, was „bark“ bedeute, weiss sie es jetzt und kann nicht nur das Wort lesen, sondern auch verstehen und wir beginnen immer zu lachen und bellen, wenn wir zu diesem Satz kommen.

 

 

1 Kommentar 2.4.08 15:32, kommentieren